Recap FBcamp 2016

Am letzten Wochenende (03.-04.04.2016) war ich beim fbcamp, das zum fünften Mal im Betahaus in Hamburg stattgefunden hat. Für mich war es nicht das erste Barcamp, aber das erste fbcamp und ich kann es nur uneingeschränkt weiterempfehlen. Zwei Tage mit intensivem Input rund um Facebook und Social Media hat mir viel Spaß gemacht. Ich dachte eigentlich in diesem Bereich gut aufgestellt zu sein und habe doch wieder so einiges mitgenommen.

Zum grundsätzlichen Ablauf eines Barcamps will ich nicht viel sagen, einfach mal das Video ansehen und selbst vorbeischauen. Es lohnt eigentlich immer um frischen Input zu bekommen und interessante Leute kennenzulernen.

Mein Dank gilt dem Orga-Team und allen, die sich mit Sessions eingebracht haben. Es war eine tolle Atmosphäre und egal ob Essen oder Session-Planung, alles ist gut organisiert gewesen. Bei den Räumlichkeiten wäre gerade in den oberen Räumen eine bessere Trennung der Räume wünschenswert gewesen, aber das ist schon in der Abschlussrunde durchgeklungen. Die einzige sonstige Anmerkung von mir betrifft die Vorstellungsrunde, die aus meiner Sicht bei solch großen Barcamps immer zu lang und komplex ist. Besser finde ich Ansätze wie in Kiel, dass bei der Eröffnung ein Slot eingebaut wird und eine Aufforderung folgt, die nächsten 5 Minuten mit einer Person links oder rechts neben sich, die man nicht kennt, zu sprechen. Vielleicht für nächstes Jahr eine Idee.

Take aways

Ich habe wie gesagt so einiges mitgenommen und kann aus den zehn besuchten Sessions gar nicht alles wiedergeben. Ein paar spannende Punkte möchte ich aber doch teilen, um euch da draußen schlauer zu machen und zu animieren, auch einmal bei einem Barcamp oder sogar beim nächsten fbcamp vorbei zu schauen.

Die erste Session hat mich direkt geflasht, Dank an Stephan Eyl von Facebook Karma. Er hat in einem Selbstversuch geprüft, wieviel Soziales in Facebook eigentlich wirklich drinsteckt und wie viele Inhalte von Freunden stammen, wenn man alle Seiten entliked. Klares Ergebnis war ein „Nicht viel“, mit dem Hinweis auf die Perspektive von Mark Zuckerberg, dass Facebook zunehmend eine persönlichere Zeitung werden/sein soll.

 

Auch die Ansätze der Spieltheorie für die Möglichkeiten in der Facebook-Timeline waren spannend. Simpel gesprochen gibt es ein Platzproblem bei Facebook, so dass nicht alle Inhalte ankommen können. Dazu funktioniert bei Facebook Cat-Content, also Unterhaltungsinhalte, besser als ernsthafte. Wenn sich nun alle Spieler darauf einstellen, geht es aber leider schief und der Nutzen sinkt (Ein Blick auf die Slides lohnt sich).

In der zweiten Session zum Thema Video muss ich sagen, dass die Fragen aus dem Publikum den Vortrag leider kaputt gemacht haben. Ich stimme zwar überein, dass man auch ohne viel Geld gute Produktionen haben kann, aber man muss auch irgendwann den Referenten wieder in seinen Vortrag lassen. Die beiden hatten für mich interessante Ideen aus der Filmbranche, z.B. den Ansatz, dass etwas erst durch den Bruch mit Klischees interessant wird (Science Fiction in der Küche) oder die Tiefe von Bildern (mehr Hintergrund) eine Produktion wertvoller erscheinen lässt.

Die offene Runde zu Storylines hat mir beim Thema Content noch einmal zu denken gegeben. Der Ansatz, zuerst Themen-Cluster zu bilden und daran dann die einzelnen Posts zu entwickeln, gefällt mir und ich werde es bei Zeiten mal ausprobieren. Auch der Punkt, dass man am Ende nur durch Testen erkennen kann, welche Themen die Zielgruppe gut annehmen, kann aus meiner Sicht nicht oft genug betont werden. Auch der Input von Sixt zeigte nochmal, dass Geschwindigkeit passende Prozesse braucht.

Der zweite Tag

Für den zweiten Tag fand ich die geringere Teilnehmerzahl sehr traurig. Schade, dass viele sich nur für den Samstag Zeit genommen haben, aber dafür war der Austausch enger und die Kontakte schneller gefunden.

Die verschiedenen Tool-Sessions waren spannend, gerade um zu sehen, was andere da draußen nutzen und welche Probleme bei den verschiedenen Lösungen vorliegen. Gerade die Analyse ist mehrfach ein Thema gewesen und als Fazit kann ich nur sagen, dass Einigkeit darüber bestand, dass zuerst definiert werden muss, welche Ziele sich mit welchen KPI’s dokumentieren lassen und dass am Ende kein Tool einem die eigene Denkarbeit abnimmt.

Besonders hängen geblieben sind die Ansätze vom Social Media Doc, der schon am Tag zuvor interessante Ansätze gezeigt hatte, um Content für die Lücken im Redaktionsplan zu finden. Es muss eben nicht immer der Top10-Content für jeden Tag sein. Es gibt auch gute Brot-und-Butter-Inhalte, die genutzt werden können. Er hat einige Tools gezeigt, die er erprobt hat, um seine Inhalte zu automatisieren und besser zu planen. Mitdenken ist weiter nötig, aber man kann, je nach Netzwerk (z.B. Twitter), Inhalte mehr als nur einmal posten, damit die Reichweite größer wird. Sowas muss man nicht im Kopf behalten, sondern kann es passend steuern. Auch wenn ich Hootsuite aus dem eigenen Alltag kenne, war doch das eine oder andere dabei.

Spontan habe ich mich auch noch zu einem Vortrag hinreißen lassen, da verweise ich bei den Inhalten aber einfach mal auf den Recap von Arne.

Abschließend kann ich nur sagen, dass auch meine Liste an interessante Blogs (Buffer, etc.), Kontakten und Tools (Feedly, Latergram, Hootlet für Hootsuite, etc.) wieder länger geworden ist und ich diese abarbeiten werden.

Weitere Recaps

Für alle Video-Fans:

One thought on “Recap FBcamp 2016

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.