Was macht meine Agentur eigentlich?

Für Unternehmen erfüllen Agenturen im Marketing eine Vielzahl von Rollen. Nur wenige Unternehmen entscheiden sich dafür, 100% ihrer Aufgaben inhouse zu lösen, wobei die Hintergründe für diese Überlegungen sehr unterschiedlich sein können. Dies gilt für kleine Unternehmen, aber auch für große Konzerne. Die Art und der Umfang der Arbeit kann dabei natürlich stark variieren. Einige greifen auf eine einzelne Fullservice-Agentur zu und lassen diese alles Weitere regeln, während Andere diese Agenturen punktuell zur Unterstützung in einzelnen Projekten nutzen.

Häufig wird eine Agentur hinzugezogen, wenn es um sehr spezifische Themen geht, bei denen es sich intern nicht rechnet, eine eigene Ressource aufzubauen. Dies kann der Bereich Search sein, das Guerillia Marketing oder eben auch andere Kanäle und Projekte. Auch um die Betriebsblindheit zu reduzieren, können Agenturen nützlich sein und sicher finden sich noch viele weitere Punkte. Grundsätzlich stellt sich zügig die Frage der Kontrolle, denn mit fehlendem oder nur geringem internen Know How kann eine Agentur kaum effektiv gesteuert werden.

2Natürlich sollten eine gute Vorauswahl (z.B. durch einen Pitch), regelmäßige Reportings und persönliche Gespräche dafür sorgen, dass grundsätzlich ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis zwischen beiden Parteien besteht. Ideal ist es, wenn man intern gemeinsam mit der Agentur Know How aufbaut, um eine bessere Kontrolle zu gewährleisten. Am Ende bleibt aber immer ein Restrisiko, z.B. dass auch eine Agentur bei ihren Kunden betriebsblind werden kann, der Kunde nicht mehr die höchste Priorität genießt oder aus anderen Gründen die Leistung sinkt. Es gibt  aus meiner Sicht einen einfachen Weg, den man regelmäßig nutzen sollte, um sich als Unternehmen eine weitere Absicherung einzubauen.

Man hole sich schlicht eine weitere externe Meinung ein. Dies kann in vielen Spezial-Themen hilfreich sein. So lassen sich die Leistungen der evtl. schon über Jahre genutzten Agentur mittels einer weiteren Agentur oder eines Selbständigen aus derselben Branche prüfen. Ich spreche hier ausdrücklich nicht davon, dass man Agenturen regelmäßig durch neue Pitch-Runden schleifen sollte. Diese Politik ist durchaus üblich, aber muss aus meiner Sicht nicht sein.

Vielmehr kann man die bisherige Leistung der Stammagentur im Rahmen eines Projektes prüfen lassen. Dies kann auch in regelmäßigen Jahresrhythmen oder nach anderen Regeln passieren. Wichtig ist, dass man der prüfenden Agentur dies transparent macht und hier keinen Wechsel der Agentur andeutet. Dies erzeugt nur falsche Erwartungen, die am Ende nicht eingehalten werden. Auch noch nicht beschäftige Agenturen, die solche Dienstleistungen anbieten, 725323_original_R_K_B_by_I-vista_pixelio.desind aus meiner Sicht die falsche Wahl. Ideal für Unternehmen einer gewissen Größe finde ich den Weg, Selbständige einzusetzen. Diese haben meist kein Interesse, die Betreuung voll zu übernehmen, da der Umfang meist zu groß wäre.

Egal, welches Thema man testen lässt, in jedem Fall sollte man vorher ausreichend Zeit einplanen, damit tief genug in Daten, Einstellungen und Pläne eingetaucht werden kann. Gut kann es dabei sein, wenn dies im Rahmen eines Workshops direkt intern geschieht, da so gleichzeitig passendes Know How aufgebaut wird. Die Kosten für eine solche Prüfung tragen sich aus meinen Augen sehr zügig durch die darauffolgenden Änderungen.

In einem guten Verhältnis sollte es aus meiner Sicht sogar möglich sein, eine solche Prüfung ganz transparent gegenüber der Stammagentur zu machen. Wenn man klar machen kann, dass es nicht um einen Austausch, sondern eine fachliche Prüfung geht, kann man eher mit der entsprechenden Unterstüzung rechnen. Dabei lassen sich dann spezifische Fachthemen möglicherweise sogar schneller zwischen den beiden beschäftigten Parteien regeln.

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